Baku 2007

Nahezu alles war anders. In Baku hatte sich seit 2006 etliches verändert. Es gab neue Ställe, neue Pferdebesitzer, neue Gesichter, neue Gebäude, und alte, die kurz vor dem Abriss waren; es gab neue Straßen, neue Brücken, neue Wolkenkratzer, neue Geschäfte, neues Geld und vor allem auch neue Preise. Das sollten wir schon am Flughafen erfahren. Verena, die all die Jahre für ihr Visum immer 40 $ Dollar hinblättern musste, staunte nicht schlecht als am Anschlag des Visumschalters zu lesen war: foreigners from Shengen-countries: 60 Euro. Brrrrrrrrrr, damit hatte keine von uns gerechnet. Zumal wir ja auch in Dollar zahlten. Jetzt waren es 85 $, damit also in einem Jahr mehr als das doppelte für dasselbe Visum!

Wie üblich begann unser Programm nach der kurzen Nacht in Aserbaidschan mit dem Besuch der Rennbahn und der Beurteilung der Karabaghen und Dillbossen im Stall des Hippodroms. Weil dieses Mal auch unsere „Quba-Silke“ mitgeflogen war, drängten wir jetzt auch drauf, mal die anderen Pferde zu besichtigen, die brav hinter dem Stall angebunden ihr Stroh knabberten. Gerade hier ließ sich deutlich erkennen, wann auch bei den Qubas mal ein Karabagh „zugeschlagen“ hatte. Q.-Silke fotografierte alle, nicht nur als Gesamtpferd, manchmal auch „en detail“, immer auf der Suche nach dem gewissen „Etwas“, was ihre beiden „heimischen“ Qubas so auszeichnete: dem symmetrischen Knubbel an beiden Hinterbeinen. Sie fand ihn auch einige Male.

Bei den aufgestallten Pferden ließ sich ein guter Futterzustand feststellen. Wir sahen auch erstmalig, dass sie Hafer fressen durften.

Besonders interessant: hier auf der Rennbahn wurde uns ein Kaspisches Pony, ein kleiner ganz und gar nicht nach Pony aussehender Hengst präsentiert. Diese Rasse entstand in der Wiege der Equiden und stellt den Urtyp jedes edlen Pferdes dar. U. E. zählt gerade das kaspische Pony zu den Ahnen jeder Vollblutrasse von Achal-Tekke bis Araber, der wohl erst später entwickelt wurde.

Hier möchten wir ein kleines –nicht unwichtiges- Detail erwähnen: in einem aserbaidschanischen Fremdenführer fanden wir eine Höhlenzeichnung aus dem Bronzezeitalter aus den kaukasischen Bergen, das Menschen mit deutlichen O-Beinen darstellt. Das war sicher kein Zufall! War es eine Anzahl von Reitern ohne Pferde? Und war hier, wie von Verena schon lange vermutet, die Wiege der Reiterei und der domestizierten Pferde? Vieles spricht dafür, nicht nur die bislang unbekannte Rasse des kaspischen Ponies, das in dieser Gegend schon vor  Jahrtausenden entstand und erst vor einigen Jahren entdeckt wurde.

 

Auch im Mahmud´schen Stall warfen wir einen Blick auf den Fortgang der Zucht. Leider zählt Mahmud zu den Karabaghzüchtern, die ihre vorhandenen Stuten mit Araberhengsten  decken, damit erhalten die Nachkommen zwar die Fuchsfarbe, auch der Goldganz ist noch immer deutlich erkennbar, aber leider gehen die anderen Karabaghmerkmale immer mehr verloren, statt dessen werden aus den ehemals zähen, im Schritt sehr schnellen, im Gebirge wendigen, in der Haltung anspruchslosen, drahtigen und trittsicheren Bergpferden, die ursprünglich sogar tölten konnten (siehe Text von Hutten-Czapski „Geschichte des Pferdes“ von 1876), peu à peu zierliche, temperamentvolle Rennmaschinen, die nur noch in Stallhaltung existieren und eher einem Araber ähneln.

Genau das war Thema eines Interviews, das Media-Kavkas mit Verena Scholian unter einem Feigenbaum auf der Rennbahn führte. Verena Scholian beschwor die aserbaidschanische Bevölkerung, dafür Sorge zu tragen, dass das schwindende Karabaghblut in der Pferdepopulation nicht noch weiter mit Arabern verdünnt wird, da noch vorhandene Karabagh-Gene bei weiterem Einsatz von Arabern in der Karabaghzucht für die Karabaghen auf Dauer verloren gingen. Die Redaktion Media-Kavkas versprach, nach erfolgter Zensur (!) eine DVD-Kopie zuzusenden.

 

Kultur-Shopping in Old Baku (Untertitel: "Nein, diesen Teppich wollen wir nicht kaufen!")

 

Wir hatten etwas Zeit für uns und beschlossen mit dem Taxi in den alten Stadtkern von Baku zu fahren. Dort waren wir schon die Jahre zuvor. Alt-Baku ist traumhaft, vor allem aber historisch sehenswert, und man kommt kaum umhin,  Andenken, Tücher und Teppiche zu kaufen. Da wir etwas müde waren, beschlossen wir spontan in einer schönen Karawanserei traditionell Tee zu trinken. Wir saßen in einer kleine Nische in der Sonne und bekamen nach der Bestellung auch gleich eine Kanne Tee mit süßen Teilchen und süß eingelegten Früchten serviert - LECKER!

Wie genossen es, uns in der Sonne bei dem leckeren Tee zu entspannen. Die Rechnung am Schluss schockierte uns allerdings. Die Preise hatten sich seit vergangenem Jahr verdreifacht!

Nach der Bezahlung promenierten wir zum Jungfrauenturm, doch leider konnten wir nicht hin oder rauf, da wohl kurz vor unsrem Eintreffen ein Mann vom Turm gesprungen war, was er natürlich nicht überlebte. Die Polizei hatte den Leichnam mit einem Tuch abgedeckt, wir bekamen Gänsehaut und liefen zu den kleinen Geschäften. Wir wurden von vielen Verkäufern auf englisch angesprochen:" Please come and have a look" und natürlich hatte jeder eine Schwester, Onkel oder sonst einen Verwandten in Deutschland! Nein wir wollen diesen Teppich nicht kaufen, es war ganz schon anstrengend vor allem, wenn man wirklich etwas kaufen wollte.

Silke Quba liess sich alte Reitteppiche und Satteltaschen zeigen und die Symbole erklären. Silke Karabagh kaufte ein schwarzes Jäckchen mit Gold verziert für die Messeauftritte. Verena half ihr beim Handeln.

 

Ministerium für Landwirtschaft

 

Wir haben in der einen Woche wieder viel Zeit auf dem Ministerium verbracht:

gleich am Montag wollten wir Herrn Rajabli, den Zuchtbeauftragten aufsuchen, um die Gespräche voranzutreiben, das unsere deutschen Karabaghnachzuchten mit arabischen Müttern oder Großmüttern auch in aserbaidschanische Stutbuch eingetragen werden und Papiere bekommen. Seit 5 Jahren arbeitet Verena an dieser Problematik. Unser Tatendrang wurde erstmal dadurch gebremst, das Herr Rajabli nicht in seinem Büro war und wir wie bestellt und nicht abgeholt davor standen. Nach einiger Zeit kam ein junger Mann vorbei und fragte uns auf englisch auf was wir den warteten. Er erkundigte sich wann Herr Rajabli wieder zurück sei und da es noch eine halbe Stunde dauern sollte, lud er uns in sein Büro zu einem Tee ein. Seine beiden Bürogenossinnen freuten sich uns zu sehen  und wir klärten sie erstmal auf, warum wir in Baku waren und was wir wollten.

Als wir erfuhren, dass in diesem Büro Import und Exportangelegenheiten behandelt werden, machte es bei Verena gleich klick und sie sprach das leidige Thema der Drittlandliste an. Uns siehe da, die eine Frau zog eine Ordner hervor und zeigte uns den bereits getätigten Schriftverkehr. Wir staunten nicht schlecht, das da überhaupt schon was gelaufen war. Leider war auf das letzte Schreiben von Aserbaidschan nach Brüssel keine Antwort mehr gekommen. Sogleich wurden wir ins Büro des Ministers für veterinärische Angelegenheiten geführt - in Baku ist das immer alles ganz unkompliziert - der Minister war sehr freundlich und versprach uns nach einem kurzen Gespräch weiter am Ball zu bleiben. Nun war auch Herr Rajabli eingetroffen und wir gingen in sein Büro. Wiederholt diskutierten wir die Problematik unserer Nachzuchten in Deutschland und deren Eintragung in das aserbaidschanische Stutbuch. Nach einem längerem Gespräch versprach uns Herr Rajabli bis Ende der Woche die Papiere für ein Pferd, die wir schon seit 5 Jahren haben wollen auszustellen und wir haben e auch dann tatsächlich am Freitag bekommen.

Da die Zeit bezüglich der Karabaghzucht und deren Bluterhaltung drängt, beschlossen wir einen Brief mit unseren Forderungen zur Erhaltung der Rasse an den Minister zu schreiben.

Also nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zu Yashars Büro, um dort einen Brief in deutsch aufzusetzen, der dann wieder ins aserbaidschanische übersetzt werden musste. Die netten Mitarbeiterinnen von Yashar brachten uns gleich leckeren Tee und Kaffee und unterstützen uns so gut sie konnten beim Verfassen des Briefes auf dem Computer mit russischen Menues.

 

 

Fahrt nach Sheki, 10.10.07

 

Je weiter wir uns von Baku entfernen, um so weniger Müll stört den Blick auf die atemberaubende Landschaft. Diese kann man sich am besten vorstellen, indem man sich in einen Wattwurm hineinversetzt, der versehentlich bei Ebbe aus seinem Loch schaut: Heller Sand, soweit das Auge reicht - wie ein vor langer Zeit ausgetrocknetes Wattenmeer, das hin und wieder durch ein Erdbeben umgeschichtet, von der Sonne ausgeblichen  und letztendlich vom Wind geschliffen wurde. Vor allem in den wadi-ähnlichen Tälern wachsen vereinzelt größere Stauden oder manchmal Büsche ansonsten überzieht ein Teppich von ausgedörrtem, abgefressenen Gras die dünenähnlichen Buckel und erscheint je nach Blickwinkel oder Sonnenstand in einem goldglänzendenden Schimmer. Eine Tatsache, der Quba-Silke (Q-Silke) folgende Überlegung entlockt: Der Goldglanz vieler kaukasischer Pferde – einst als Laune der Natur entstanden – könnte gerade hier womöglich außerordentlich vorteilhaft der Tarnung gedient und sich durch nachfolgende Selektion als Erbmerkmal gefestigt haben, wenn andersfarbige Tiere häufiger Beutegreifern zum Opfer fielen. Da auch viele der Rinder und einige Schafe (hier auf die weniger wolligen Kopfhaare beschränkt) eine goldähnliche Färbung haben, sicher keine abwegige Theorie.

Die Straße ist sehr gewöhnungsbedürftig – ebenso wie der Fahrstil der Aserbaidschaner. Dieser hat das Motto wie alles hier: Survival of the fittest. Nur gut, dass wir uns diesbezüglich schon am Ende der Selektion befinden und damit einen ausgezeichneten Fahrer haben. Verena erinnert sich an die Tour nach Barda zur Karabaghherde der Regierung  im Jahr 2003, die sich mit fünf Personen in einem Lada etwa so wie ein Turnschuh im Wäschetrockner angefühlt haben muss. Namiq fährt einen modernen  Geländewagen und wir drei IG-Frauen sitzen auf dem Rücksitz – Natik, der Trainer der Rennbahnpferde hat sich auf den Notsitz gequetscht und mit unserem Gepäck arrangiert, das angesichts der Tatsache, dass man hier nie weiß, was alles kommt, nicht ganz so übersichtlich ausgefallen ist. Elbrus, unser freundlicher und stets humorvoller Übersetzer, der einfach niemals müde wird, die richtigen Worte zu finden, hat sich sogar (als einziger in diesem Auto) auf dem Beifahrersitz angeschnallt. Wir haben festgestellt, dass die Pflanze, die den bösen Blick abhält (ein Maskottchen, das ähnlich aussieht wie Feldmannstreu), heute nicht im Auto weilt und sprechen ihn darauf an. Lachend sagt er uns, dass wir hoffentlich auf dem Weg nach Sheki eine solche Pflanze finden, um sie wieder in das Inventar zu übernehmen.

  Außer der buckelpistenähnlichen – recht gut frequentierten  - Straße und den in die Hänge geschnittenen Pfaden, die sicher  von den Weidetieren stammen, deutet kaum etwas auf Lebewesen hin:   Selten gibt es kleine Hüttchen oder einmal einen eingezäunten  Pferch. Dieser Pferch erinnert Q-Silke an die „Viereckschanzen“ – ob diese doch nur Tiergehege waren?  Offenbar wohnt hier einfach niemand und die Herden, die für das abgefressene Gras verantwortlich sind, treffen wir erst deutlich später. Hin und wieder gibt es unnatürlich ebene, den Dünen ähnlich wie Kohlemeilerplätze vorgelagerte größere Flächen, denen man zutrauen könnte, alte Siedlungsplätze zu sein.  Kurz  bevor die Straße einen serpentinenähnlichen Verlauf annimmt und uns damit in die Höhe bringt, können wir aber noch ein Übungsmanöver einer Horde von Soldaten  bestaunen – die wir,  wie es sich gehört, wie alles andere Militärische natürlich nicht fotografiert haben. 

Je weiter  wir in die Berge fahren, umso bunter wird die Vegetation. Es ist genau wie bei uns in Deutschland gerade Herbst und unzählige Sträucher und kleinere Bäume, die Q-Silke vom Auto aus kaum näher bestimmen kann, verdecken den nun steiniger  werdenden Boden. Als Namiq erkennt, dass Q-Silke mit akrobatischen Anwandlungen versucht, die Gegend mit dem Fotoapparat einzufangen, hält er an besonders schönen Stellen an, damit  wackelfreie Eindrücke ermöglicht werden. Nachdem wir ein beeindruckend breites, annähernd ausgetrocknetes Flussbett durchquert haben, zwirbeln wir uns wieder in bewaldete Berge, in denen an manchen Stellen heimische Bauern Waren  aufgestellt haben und verkaufen: Obst und Gemüse, frisch  oder in Einmachgläsern aufgereiht. Namiq kauft u. a. eine  sauer eingekochte Pflanze, die wir später als Bachbungenehrenpreis identifizieren.     

An einem kleinen See halten wir an und werden von Namiq zu einem vorzüglichen Mittagessen mitten in der Natur eingeladen. Es gibt das typische Fladenbrot, frischen sauren Quark, extrem leckeren Schafskäse. Dazu eine Menge gesunder Zutaten wie Oliven, rote Früchte ähnlich wie sehr große Berberitze, aus denen auch ein Saft serviert wird, Tomaten, Weintrauben, Gurkenscheiben, Auberginen  und die schon häufig probierten, allerdings nicht näher bestimmbaren „Salat“- Blätter, die roh und ohne Sauce aus der Hand gegessen werden. Die besondere Spezialität an diesem Ort sind allerdings kleine in Öl gebackene Fische, die man mit Haut und Gräten einfach so aus der Hand knabbert. Und natürlich fehlt der Wodka nicht -  mittlerweile ist uns klar, dass ein Flasche Wodka pro Essen  immer verbraucht wird, auch wenn sich nur  vier Leute zusammenfinden. Elbrus übersetzt amüsiert einen Trinkspruch nach dem anderen, der vor jedem Wodkaschluck Land, Leute und natürlich vor allem Pferde huldigt. Wir erklären unseren Gastgebern, dass man sich beim Zuprosten in unserem Lande in die Augen schauen muss – andernfalls gäbe es 7 Jahre Pech mit der Liebe – diese Äußerung wird womöglich in Aserbaidschan nun die Runde machen – jedenfalls haben wir es nicht noch einmal erwähnen müssen, Elbrus fand es so lustig und hat es allen weitererzählt. Fortan traut sich keiner der Männer mehr, uns nicht in die Augen zu schauen und Elbrus wollte unbedingt wissen, was denn passieren würde, wenn jemand absichtlich die Augen schließt.  

Bevor wir zum Tee übergehen, der aus einem richtigen Samowar gereicht wird und immer mit einem separaten Schälchen  Frucht-Konfitüre kombiniert wird, verschieben wir den Tisch passend zur wandernden Sonne – Verena hat sich eine Auszeit im Auto gegönnt, nachdem sie die Nacht kaum das Bett gesehen hatte. Vor dem Aufbruch lichtet Q-Silke noch ein paar Sauergräser, Frösche und Kühe ab, die ihr vor die Linse kommen. Ein Biologe könnte sich alleine Stunden mit der Vegetation an diesem See beschäftigen....und Q-Silke muss sich ziemlich beherrschen, nicht an einem Detail  fasziniert kleben zu bleiben, da das sich Widmen einer Besonderheit bedeutet, 20 andere nicht einmal  oberflächlich fotografieren zu können.

Bevor wir in Sheki einfahren, kommen wir allerdings noch durch eine größere Ortschaft, die seit Baku auf über 300 km Strecke auch eine der wenigen Möglichkeiten bietet, eine falsche Abzweigung zu nehmen. An einer religiösen Stätte hält Namiq an und steigt aus. Elbrus erklärt uns, dass die Reichen an dieser Stelle für die Armen spenden und für sie beten. In Sheki fahren wir direkt zu Namiqs Stutenherde. Seine Stuten mit Fohlen stehen zur Zeit auf einer Wiese in unmittelbarer Stallnähe. Der Ernährungszustand der Stuten ist überwiegend gut. Eine Scheckstute und eine Fuchsstute in Haflingerfarbe fallen auf. Namiq hat auch eine Dillbossstute (auch Deliboss oder Dillbass) und bei einer Karabaghstute fällt ein weißer Bauchfleck auf. Offensichtlich sprengen bei der hochweißen Stiefelung hin und wieder Abzeichen ab und führen zu Scheckung? Verena interessiert sich besonders für eine braune Stute mit typischen Karabagh-Schlappohren, die allerdings an den Vorderhufen schnabelförmiges Hornwachstum aufweist. Später verhandelt sie mit Namiq – etwa 15.000 Euro soll die Stute kosten. Die Weide macht im Vergleich zur umliegenden Steppenlandschaft einen grünen Eindruck – sie enthält neben diversen kurzgefressenen Gräsern große Anteile Klee und sogar Luzerne, Wegericharten deuten allerdings auf starken Vertritt hin. Dass diese Weide offenbar intensiv genutzt wird, zeigt auch der hohe Anteil an unkompostiertem Pferdemist. Eine limesartige Wall-Grabenkonstruktion, teilweise mit Hecke kombiniert, dient als Zaun – in einem der Gräben findet Q-Silke am nächsten Tag eine tote Schlange („Singar“ sagt Natik zu dieser). Die Weide teilen sich die Pferde mit Fett-Schwanz-Schafen, Schafen, deren Hinterteil ein fettwabelndes Anhängsel hat. Einige dieser drolligen Tiere können ihre Ohren so anlegen, dass man denkt, sie wären abgefallen. Wenn die Schafe sich fürchten,  klumpen sie sich zu einem interessanten Knäuel zusammen, aus welchem man kaum ein Individuum heraussehen kann. Sicher eine sinnvolle Strategie gegen die hier vorkommenden Wölfe. Als wir schließlich zu Yashars Stall kommen, bemerkt  K-Silke (K steht hier für Karabagh) sofort den neuen Unterstand, den Yashar in den ummauerten Paddock gebaut hat. Die Hirten haben die Stutenherde schon aus den Bergen in die Ebene getrieben, zeigen uns aber erst noch einige Hengste. Zum einen einen wunderschönen Dillbosshengst, den Karabaghengst Alyetmes – dessen Name uns die Mitarbeiter im Exportbüro des Landwirtschaftsministeriums mit „unerreichbar, wie die Sonne“ übersetzt haben; dann noch einen braunen Hengst mit markanter Blesse und einen kleineren, recht unscheinbaren Fuchs, von welchem Verena sagt, dass sie ihn nicht zur Zucht einsetzen würde. Auf diesen schwingt sich jedenfalls einer der Hirten, um die Stutenpferde in den Pferch zu treiben – es ist ein sehr eindrucksvolles Bild, als die Herde aus Dillboss- und Karabaghstuten mit ihren Fohlen auf uns zustaubt. Und es ist ungemein ärgerlich, dass sich das Sonnenlicht für diesen Tag verabschiedet und nicht hilft, diesen Moment in voller Schönheit für die Ewigkeit auf der Speicherkarte zu sichern.Unsere Nacht verbringen wir in einem modernen Hotel in Sheki, das über ein feudales Badezimmer mit einem bei uns üblichen WC verfügt. Dafür ist die Dusche ungewöhnlich: Der Waschbeckenhahn hat eine Verlängerung und in der Mitte des Badezimmers ist ein Abfluss. So eine Art Duschwanne oder Duschkabine gibt es nicht – wozu brauchen wir das eigentlich in Deutschland?  Obwohl es erst 20 Uhr ist, legt sich Verena direkt ins Bett – Silkes im Doppelpack folgen der Empfehlung Namiqs, auf seine Kosten noch in der  Hotelbar zu essen, zu trinken und dabei über Pferde zu quasseln, wie wir belieben. Er selbst und Elbrus wollen noch mit Freunden „herumhängen“, denken auch, dass wir Frauen wohl Erholung brauchen.

 

11.11.07

Verena ist nach langem Schlaf wieder fit. Wir lassen uns vom aserbaidschanischen Frühstück überraschen: Neben Müsli (sieht wenig traditionell aus) gibt es nusskuchenartige kleine Stückchen, vielfältiges Gebäck und diverse Marmeladen und Käsesorten. Eine Köchin steht zur Verfügung, Rührei nach persönlichem Wunsch mit den unterschiedlichsten  Zutaten (Kräuter, Tomate, Paprika, Pilze, Schinken...) zuzubereiten. Am besten ist allerdings die Milch. Diese schmeckt süsslich, frisch und sieht so aus, als sei sie nicht aus der Tüte.    

Nach dem Frühstück werden wir von unseren Gastgebern abgeholt und erfahren, dass sie auf der Jagd waren. Bevor wir alle ins Auto einsteigen, werden noch die Waffen zur Seite geräumt – Verena ist leicht beunruhigt, weil ein Lauf bei der Fahrt auf sie zeigt – und Natik, der ein (oder besser das) Kaninchen geschossen hat, erklärt ihr lachend, dass man einfach die Finger da reinsteckt, dann würde nichts passieren. Da unser Hotel mehr oder weniger im Zentrum von Sheki liegt, beschließen wir vor der Fahrt zu den Herden noch die Einkäufe zu tätigen: Zunächst braucht Verena traditionelle Pelzmützen. In einem urigen Geschäft, dessen  Eingang durch einen traditionell angezogenen Hirten schon von weitem erkennbar ist (wir erkennen, dass ein Bild dieser „Schaufensterpuppe“ in unserem Hotel hing)  darf sich Verena ihre Hüte aussuchen und Namiq lässt sich nicht verbieten, diese zu bezahlen. Als er fragt, was wir noch brauchen, traut sich Verena fast nicht zu sagen, dass noch Seidenschals auf der Liste stehen – schließlich befinden wir uns an der Seidenstraße, wo diese besonders gut zu bekommen sind. Namiq fährt uns in die alte Karawanserei, in der Verena und K-Silke im Vorjahr untergebracht haben und lässt uns Schals aussuchen. Auch diese dürfen wir nicht selbst bezahlen.

Mit Geschenken beladen fahren wir zu Yashars Herde. Nun folgt ein arbeitsreicher Abschnitt: Den Stuten wird ein Haarbüschel entnommen, dieses mit Namen und Abstammung der Stute in eine Plastiktüte gepackt, später wird ein Münchner Labor über die durch die Haarwurzel möglichen DNA-Tests die Gene registrieren bzw. die Abstammung verifizieren. Nicht alle Stuten lassen sich einfach ihre Haare rausreißen – einige müssen abgesondert und in den Stall getrieben werden, da sie im Paddock reißaus nehmen. Die Hirten gehen sehr geschickt mit dem Vereinzeln der Tiere um. In gleicher Reihenfolge, wie die Haarproben entnommen werden, fotografieren wir die Pferde, damit wir auch einen Eindruck über Farbe, Exterieur und Konstitution haben. Nächstes Mal müssen wir allerdings diesen Schritt besser planen – beim Nachbereiten stellen wir fest, dass es nicht ausreicht, die Stuten zu fotografieren – auch ihre Fohlen sollten mit erfasst werden, und einfach ausreichend Zeit eingeplant, um alle Abzeichen mit einzutragen. Das ist über Bilder, die in der Herde gemacht werden, nicht leicht möglich, da die Stuten oft inmitten der Herde stehen und wichtige Details verdeckt sind.

Einige Stuten sehen sehr mager aus – bei einer älteren könnte eine Fehlstellung der Schneidezähne die Ursache für den schlechten Futterzustand sein. Die Schneidezähne sind verdreht und wellenartig abgenutzt – sie verkanten und schränken eine Mahlbewegung der Backenzähne ein. Das Fell der Stute sieht aus, als habe sie auch einen Hautpilz. Das Fohlen dieser Stute ist gut entwickelt, ebenso wie das einer weiteren, jüngeren ausgemergelten. Diese hat eine Zahnfistel, die wohl nach außen aufgebrochen ist oder behandelt wurde. Viele Stuten, besonders diese im schlechteren Futterzustand, haben zwischen den Hinterbacken Nester von Pferdelausfliegen, die K-Silke in eine Tüte packt und „exportieren“ wird. Eine helle Jungstute ohne Fohlen, die sehr neugierig das Probennehmen verfolgt, gefällt uns sehr – sie hat an einem Vorderbein eine große Narbe infolge einer verheilten Verletzung, lahmt aber nicht. Es fällt uns ein Fohlen auf, das an einem Hinterbein ein abgesprengtes Abzeichen hat (das Fohlen der Zahnfistelstute) - eigentlich ein Scheckenmerkmal? 

Da K- und Q-Silke ein Ada-Fohlen im Stall sichten, das wegen einer Verletzung eingesperrt ist, verpassen wir den schönen Moment, in welchem die Stutenherde wieder in die Freiheit entlassen wird. Das Ada-Fohlen hat eine offene Wunde an der Fessel mit Einschuss. Leider gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Verletzung behandelt wird – auch deuten die hygienischen Zustände (stark vermistete Einstreu) darauf hin, dass zur Genesung nicht viel beigetragen wird. Yashar verfolgt die Einstellung „Survival of the fittest“, gleichzeitig dünnt er den Stutenbestand laut Verena nach hell-goldfuchsfarbenen aus. Uns ist bis heute nicht klar, auf welche Weise sich das „Goldgen“ vererbt, eine Tatsache, der wir anhand des Bildmaterials und den Erkenntnissen aus Stutbuch und DNA-Proben dringend nachgehen sollten, damit der Karabaghbestand nicht unnötig weiter dezimiert wird. 

Da der Stutenbestand von Namiq schon bildlich festgehalten ist, nutzt Silke die Zeit der Probenname in dieser Herde dazu, einen Blick auf die Vegetation der Weidegründe zu werfen, in der Yashars Herde lebt. Namiq verdeutlicht, dass es in den Bergen Wölfe gibt, sodaß Q-Silke nur mit einem Führer in die Wildnis entlassen wird.

Da nur eine Stunde Zeit ist, kann nur ein kleiner Überblick geliefert werden. Wie in einer Steppe üblich, zeigt sich die Vegetation vertrocknet. Der Boden ist sandig mit einzelnen Steinen. Die Gräser sind bis auf manche einzelne Halme sehr tief abgefressen und können leider nicht näher bestimmt werden. Bei den von den Pferden und Rindern (womöglich auch Schafen -) verschmähten Pflanzen sind ausnahmslos Disteln, Dornen oder üppiger Haarwuchs zu erkennen. In kleinen Taleinschnitten entstehen Gebüsche, die Dornen oder Stacheln haben. Das dort wachsende Gras ist nicht so tief verbissen. Auf der Fläche ist kein Wasser in Sichtweite zu sehen – ein einzeln stehender Wildbirnbaum hat leckere Früchte und wird offenbar als Sonnenschutz häufiger frequentiert. Die Pferde und Rinder nutzen die gleichen Pfade. Es gibt massenhaft Heuschrecken. Q-Silke findet in einer Senke einen ungewöhnlichen Stein, der  ein Steinbeil sein könnte und wird diesen Fachleuten in Deutschland zeigen. 

Q-Silkes Führer hat trotz Verständigungsproblemen bemerkt, für was sie sich interessiert und zeigt auf der Rückfahrt auf kleine Höhlen, die an einer Abbruchkante einer Wegböschung zu sehen sind – dort verstecken sich sehr kleine Eulen, die jedoch zu schnell in den Löchern verschwunden sind, um sie abzulichten. 

 

DNA-Proben Namiqs Herde........

 

 

 

Ein leckeres Mittagessen erwartet uns auf Namiqs Pferdekoppel: Das Kaninchen, das Natik geschossen hat, wurde äußerst wohlschmeckend von einem Mann mit Kartoffeln, Zwiebeln in einem Kochtopf zubereitet und serviert. Dazu gibt es das „Bachbungensauerkraut“ und eingelegte Gurken, die Namiq in den Bergen gekauft hat. Ein Bekannter Namiqs, der auch Karabaghen hat, stößt zum Essen dazu. Diesmal reicht eine Flasche Wodka für die Trinksprüche und Leute allerdings nicht aus. Und als alle in guter Stimmung sind, macht Q-Silke mit Natik Händedrücken. Um keinen blosszustellen und die Energien nicht unnötig zu verschleudern, einigte man sich bei großem Gelächter nach einiger Zeit auf ein Patt.  Und als wir einwilligen, noch eine weitere Nacht in Sheki zu verbringen, beschließen die Männer, noch einmal auf die Jagd zu gehen und Silke K und Q dürfen sie begleiten, während Verena sich mit ihrem Laptop mit Elman, einem aus Nagorny-Karabagh stammenden, russisch sprechenden Rennbahnmitarbeiter unterhält, der ihr viele Pferdebücher zeigt.

 

Verena bei Elman 

 

Das Jagdrevier ist bewacht und gehört offenbar der Regierung – jedenfalls dürfen Namiq und sein Bekannter einfahren, nachdem ersterer den magischen Führerschein seines Onkels vorlegt, der auch schon bei einer Straßenkontrolle Wirkung gezeigt hat. Eine Art „Jagdaufseher“ steigt zu und führt die Gesellschaft zu wildverheißungsvollem Platz. Jagd auf aserbaidschanisch bedeutet, dass einer fährt und ein anderer idealerweise aus dem Fenster die Hasen erbeutet. Die Hasen passen sich an, indem sie sich nicht zeigen, wenn sie überleben möchten. An einem Röhricht steigen wir alle aus -, Namiqs Setter schnüffelt im dornigen Gebüsch herum und versucht, Enten aufzustöbern. Wir laufen über eine Art landwirtschaftlicher Fläche, auf der Luzerne angebaut wird, die wir in Form von Heu auch schon im Hippodrom gesehen haben. In einem Röhricht wächst Stechapfel und Zimmerspargel. Leider ist die Jagd nicht von Erfolg gekrönt, als Namiq sich deswegen beim Jagdaufseher beschwert, verdeutlicht dieser, dass es am Hund gelegen habe... Auf dem Rückweg nach Sheki sehen wir ein Schafherde, die von einem Hirten mit Pferd bewacht wird.

 

12.11.07

Rückfahrt von Sheki

 

Nach einer hervorragend guten Nacht in dem wir ein anderes Zimmer des mittlerweile bekannten Hotels unsicher machen durften und einem wirklich wunderbaren Frühstück, findet Q-Silke die Heimfahrt ziemlich zum Kotzen. Obwohl man annehmen könnte, dass das ständige Beschleunigen auf bis zu 160 km/h mit anschließendem Abbremsen zum Stand z.B. wegen querender Kühe oder Schafe die Ursache hätte sein können, kann selbst bei gleichmäßiger Fahrweise ihr Magen nicht zur Vernunft gebracht werden. So sind denn hin und wieder kurze Fahrtpausen nötig, die leider diesmal keine Fotos bringen. Rinder- und Schafherden kreuzen oder belegen auf dieser Fahrtroute nach Baku die Straße und Namiq fährt einen interessanten Zickzackkurs, ohne die Viehcher aufzuscheuchen. Allerdings sehen wir auch einen sehr üblen Unfall, ein zerknautschter Lada, dessen Einzelteile verstreut herumliegen, Polizei, viele Einheimische – der Motor liegt unversehrt vor dem Auto, verletzte Menschen sehen wir nicht. Vielleicht ist es gut, wenn wir uns gar nicht erst fragen, wie lange denn ein Krankenwagen bis hierhin unterwegs wäre?

In Baku angekommen, können wir an einem kleinen Pferderennen teilhaben. Vier Pferde laufen eine Runde, die von Rajabli angesagt wird. Obwohl heute Feiertag ist (nämlich Bayram), empfängt dieser uns kurz drauf in seinem Büro....

 

Im Landwirtschaftsministerium beim aserbaidschanischen Zuchtbeauftragten Khandan Rajabli

Wie vor ab vereinbart, sollten wir ja freitags die Papiere von Tamar, unserer westeuropäischen Nachzucht aus aserbaidschanischen Karabaghhengsten erhalten. Natürlich war uns klar, dass in Aserbaidschan alle Uhren etwas anders gehen und zwar nicht nur, wenn es um präzise Zeitmessung geht. Khandan Rajabli ließ uns ausrichten, dass sein Bruder erkrankt sei und er deshalb nicht zur vereinbarten Zeit kommen könne, aber er sei samstags im Büro anzutreffen. Die Sache mit dem Bruder kannten wir schon vom Jahr zuvor (wie gut, dass diese Ausrede also noch existierte).

Schon am Montag hatten wir ja lange auf Herrn Rajabli gewartet und in der Zwischenzeit Kontakte mit dem Sachbearbeiter für Import- / Exportangelegenheiten geknüpft, der unerwartet, aber dafür um so erfreulicher ausfiel: es gab in der Tat inzwischen erste Anzeichen für einen Antrag Aserbaidschans auf eine Mitgliedschaft in der sog. Drittlandliste, mit Hilfe der es möglich ist, Equiden aus Aserbaidschan in die EU einzuführen. Wir erhielten von diesem Büro die Kopien der Briefe, die seit Juni 2006 zwischen Brüssel und Baku wechselten, und den Auftrag, uns darum zu kümmern, was denn noch von Baku erwartet werde, um Mitglied dieser Liste zu werden. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem entsprechenden Abteilungsleiter dieser Sektion versprach Verena, sich der Sache anzunehmen und Nachforschungen diesbezüglich anzustellen.

Jetzt also war Kh. Rajabli an der Reihe. Nach vielen Erläuterungen und Erklärungen, warum sein Büro bisher noch kein Pferd mit arabische Mutter ins Stutbuch aufgenommen habe, dafür aber Tiere enthielt, die weniger als 1/8 Anteil Karabaghvorfahren, bzw. gar keine bekannten Vorfahren hatten, entschuldigte er sich mit dem Hinweis auf „Traditionen“, versprach aber, im nächsten Stutbuch einen „Anhang“ zu veröffentlichen, die auch Pferde mit arabischen Müttern enthalten werden.

Da wir Tamars Papiere bereits auf dem Schreibtisch liegen sahen, aber noch nicht in Händen erhielten, mussten wir wohl oder übel, Khandans zwei Stunden lange Ausführungen zu allen möglichen Themen –nicht ohne irgendwelche Hinweise auf Fehler unsererseits (Schreibweise von Dillboss) – über uns ergehen lassen. Dann stellte er Verena noch ein paar Fragen: warum die DANN- Untersuchungen ohne Stempel seien, wie wir unserer Pferde kennzeichnen, wie bei uns die Registrierung gehandhabt wird und wie wir uns eine genetische Analyse der Karabaghpferde vorstellen, die ja bereits nicht mehr reinrassig sei und daher sicher schwer als homogene Gruppe zu identifizieren sei. Verena versprach, ihm die Korrespondenz mit dem deutschen Genspezialisten zukommen zu lassen und wartete noch immer geduldig auf die Übergabe der Papiere. Endlich, nach langer Zeit, nahm er eins seiner selbst verfassten Bücher „Dilbaz ati“ in die Hand, schlug es auf und schrieb für Verena eine Widmung hinein, dann stand er auf, wies nochmals daraufhin, dass diese Papiere eine absolute Ausnahme seien, wünschte uns eine gute und erfreuliche Kooperation, übergab Verena das Buch und uns die Papiere und verabschiedete sich.

Verena musste trotz der spannungsgeladenen Situation lachen. Jetzt waren ihre Wettschulden fällig, hatte sie doch zwei Tage zuvor mit Elbrus eine Wette abgeschlossen, in der sie davon ausging, auch in diesem Jahr keine Papiere für Tamar zu erhalten, hatte sie doch schon 4 Jahre lang jedes Jahr erneut vergeblich darum gebeten. Elbrus grinste und wehrte ab: es sei ja nur ein Scherz gewesen, aber Verena bestand darauf, schließlich seien Wettschulden Ehrenschulden und sofort zu zahlen. Elbrus war also jetzt um 10 Dollar reicher.